Werte?

3. Mai 2011

Frau Merkel „empfindet Freude“ darüber, das die USA einen (den?) Top-Terroristen gezielt getötet hat. Ich kann keine Freude empfinden, wenn ein Mensch, aus welchen Gründen auch immer, stirbt. Frau Merkels christliches Weltbild scheint das aber zuzulassen.
Unabhängig davon: Kein deutscher Politiker sollte gutheissen wenn ohne Anklage, ohne Prozess und ohne Urteil gleich vollstreckt wird.

Israel hat damals Eichmann festgenommen, angeklagt, verurteilt und hingerichtet. Der Prozess ist nicht unumstritten, genauso wenig wie die Todesstrafe unumstritten ist, aber man hat zumindest versucht, Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Warum in diesem Fall nicht?

Wie leichtfertig Frau Merkel hier Eckpfeiler unserer Verfassung relativiert, indem Sie Freude über ein solches Verfahren ausdrückt, ist erschreckend.

FAZ App fürs iPad

3. Mai 2011

Seit ein paar Tagen habe ich die app der FAZ auf meinem iPad. Zeit für ein kurzes Resümee.

Nach dem Start der App sieht man waagerecht nebeneinander angeordnet die zur Verfügung stehenden Ausgaben der Zeitung. Jeweils die obere Hälfte der Titelseite wird als kleines Bild dargestellt. Es gibt keinerlei Informationen zum Inhalt der Ausgabe. Da die ersten 14 Tage kostenlos sind, kein grosses Problem, später kauft man aber ohne zu wissen, was drinsteht.

Fast regelmäßig gibt es abends, wenn die neue Ausgabe verfügbar ist und morgens zur Frühstückszeit beim Start der App Fehlermeldungen, weil offensichtlich der Server überlastet ist und keine Verbindungen mehr annimmt. Die aktuelle Ausgabe zu bekommen ist damit ein Glücksspiel.

Die Zeitung selber wird in ihrem Original-Layout dargestellt, ist also nicht ohne zoomen lesbar. Zusätzlich gibt es eine reine Textansicht, deren Vorhandensein aber nirgendwo erläutert wird. Am linken Rand sind zur Navigation einige Symbole dargestellt. Deren Zweck erschliesst sich aber nicht. Eine Hilfe gibt es nicht. Da ist ausprobieren angesagt.

Das Inhaltsverzeichnis ist eine einfache Darstellung der einzelnen Zeitungsseiten mit kleinen Vorschaubildern. Es gibt zusätzlich eine Seitenwahl, der Form „1. Seite Politik“.

Interaktive Möglichkeiten, z.B. zum Kommentieren vom Artikeln oder Empfehlungen an Freunde via Email, Facebook, Twitter o.ä. gibt es gar nicht. Ein Support-Kontakt fehlt auch komplett.

Fazit: Uninspiriert, schlechte Bedienung, nur ein weiterer, etwas aufgemotzter PDF-Reader. Schade.

Da gibt es doch tatsächlich eine iPhone/iPad-App, mit der man die aktuelle Spiegel-Bestsellerliste anzeigen kann. Kostet 0,79€. Aber wozu bitte? Die Liste hängt in jeder Buchhandlung, es gibt Aie online. Wenn man mit der App gleich direkt die Bücher als eBook kaufen könnte. Nein, es gibt nur eine Suchfunktion für die nächste Buchhandlung.

Warum verarschen die deutschen Verlage uns Kunden so? Hab jetzt seit einem Jahr ein iPad, und ich hätte schon viele Male gerne ein Buch, was mich interessiert, als eBook gekauft. Entweder gibt es das gar nicht, oder in den sehr seltenen Fällen wo doch, soll es genauso viel kosten, die ein gebundenes Exemplar aus toten Bäumen. Ich hab dann meist gar nichts gekauft, auch die Papierausgabe nicht.

Da tut sich ein grosser Markt auf, und hier in Deutschland sind die allermeisten Verlage nicht flexibel genug, sich darauf einzustellen. Und lassen sich so die Chance entgehen, da mitzuspielen, wo in Zukunft die allermeisten Menschen Medien konsumieren.

Da verändert sich die Kommunikations- und Medienwelt in einem atemberaubendem Tempo wie nie zuvor in der Geschichte und dann muss man sowas lesen. Ich dachte immer, das einem Journalisten Neugierde und Aufgeschlossenheit zu eigen sind, ohne die sein Handwerk nicht möglich ist. Teilnehmer der Bundespressekonferenz sind da wohl die Ausnahme von der Regel.

Oder ist es schlimmer und sie sind die Regel?

… wird es Journalisten unbehaglich? Seit einigen Wochen ist Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter präsent. Und heute macht in der Social Media-Szene die Nachricht die Runde, wie sich Seiberts Stellvertreter Christoph Steegmans ein bisschen lustig darüber macht, dass die Berliner Parlamentsjournalisten damit so ihre Probleme haben. (Aus gegebenem Anlass füge ich hier mal eine Disclosure ein: Ich bin selbst Journalist und Mitglied der Bu … Read More

via Wiegold zwo

Realitätsverlust

19. März 2011

Eben beim Autofahren DLF gehört. Es lief eine Diskussion, ob Lehrer Beamte sein sollten oder nicht. Der Vorsitzende des Lehrerverbandes, selbst Schulleiter, machte eine Bemerkung, die mir nicht aus dem Kopf geht. Er sagte sinngemäss, das es nicht sein darf, das ein Schulleiter sich die Lehrer selbst aussucht, die an seiner Schule arbeiten, weil er sich damit ja ein Kollegium zusammenstellte, was ihm wohlgesonnen ist.

Wo lebt der Mann? Natürlich muss ein Chef seine Mitarbeiter selbst auswählen, damit sie ins Team passen, den Job möglichst gut ausfüllen, motiviert sind. Wer nur Ja-Sager einstellt, ist kein guter Chef. Einem Schulleiter diese Aufgabe abzunehmen und zu hoffen, das damit ein gutes Kollegium von selbst entsteht, ist erschreckend naiv.

Es wäre schon viel erreicht, wenn Schulen selbst über die Verwendung ihres kompletten Budgets entscheiden dürften und Lehrer nach Leistung bezahlt würden.

Auch sonst war der Mann übrigens ziemlich unerträglich, weil er ständig ins Wort fiel und andere nicht ausreden lies.

Test vom iPad

19. März 2011

Nach langer Zeit mal wieder einen Blick auf die WordPress-App fürs iPad geworfen. Inzwischen ist das Ding ja sogar brauchbar.

20110319-152256.jpg

Nicht ganz so gut finde ich, das die Textansicht wohl eine HTML-Source-Ansicht ist. Immerhin gibt es einen Preview, der hat zwar nichts mit dem Blog-Theme zu tun, ist aber besser als nichts.

Nachtrag: Es fehlt auch definitiv eine einfache Möglichkeit, direkt das Blog im Browser anzuzeigen, damit man kontrollieren kann, wir CAS gerade gelistete aussieht.

Ein erfreulicher Trend

31. Mai 2010

„In den aktualisierten Datenblättern des Datenarchivs der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) zeigt sich, dass die empirisch feststellbaren Zahlen zum Ausmaß der Bindung der Kirchenmitglieder an ihre Kirchen sich kontinuierlich verringern.“

http://hpd.de/node/9771

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