Der “rechtsfreie Raum”

27. Juni 2009

Twister stellt auf Telepolis, als Reaktion auf den im Augenblick öfter zu hörenden dümmlichen Spruch “Das Internet ist kein rechtsfreier Raum”, Situationen im “echten Leben” ihren Pendants im Internet gegenüber. Beispiel:

Gitarrenlehrer nutzen daher Gitarrentabs, die es ermöglichen, auch ohne Kenntnisse im Notenlesen zu spielen. Oft wird eine Seite eines Buches schnell einmal kopiert und dem Lehrling diese Kopie in die Hand gedrückt, auf dass er zu Hause fleißig übe.

[…] Wer dieses Verfahren online anwendet und seinen Schülern auf der eigenen Homepage […] Gitarrentabs erfolgreicher Rocksongs zur Verfügung stellt, hat gute Chancen auf eine kostenintensive Abmahnung.

Prinzipiell stimme ich Ihr zu. Trotzdem hinkt der Vergleich etwas. Seinen Schülern etwas in die Hand zu drücken, oder der ganzen Welt das gleiche Material online zur Verfügung zu stellen, ist schon ein Unterschied.

Da man es aber letztendlich nicht verhindern kann, das sowas geschieht, werden die Verwerter irgendwann einsehen müssen, das ihre Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren. Leider haben sie willfährige Gehilfen in der Politik, die sie bei der Übertragung ihrer überholten Geschäftsmodelle ins Intenet durch entsprechende Gesetze unterstützen. Das wird sich nicht ändern, solange man die neuen Medien eher als Gefahr denn als Chance wahrnimmt. 

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