Berliner Modell

2. Juli 2009

ruhrbarone.de berichtet über den Plan der NRW-Regierung, in Schulen auch islamischen Religionsunterricht an den Schulen anzubieten und fragt, warum man nicht besser den Religionsunterricht ganz abschafft.

Ja, das ist längst überfällig. Wenn wir es ernst nähmen mit Trennung von Staat und Kirche, dann dürfte es keinen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen geben. In Berlin habe sie es vor drei Jahren richtig gemacht, ein Pflichtfach “Ethik” eingeführt und Religion als freiwilliges Zusatzangebot im Lehrplan gelassen. Eine sehr sinnvolle, rationale Regelung. Alle Schüler lernen zusammen, auf welchen Werten unsere Gesellschaft fußt, lernen Toleranz und könnten auch objektiv über die vielen Religionen lernen, die es auf der Welt gibt.

Wenn man aber sieht, mit welcher Vehemenz die Kirchenlobby in Form der Initiative “Pro Reli” in  Berlin gegen den Ethik-Unterricht vorgeht, bleibt ein solches Modell im Rest von Deutschland Illusion.

Dummerweise sind in der Bevölkerung und auch in den beiden “großen” Parteien, viele sog. Gläubige. Und leider zeichnen  sich religiöse Menschen nicht gerade durch Rationalität und Vernunft aus, wenn es um Ihre Religion geht.

"Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein."
(Arthur Schopenhauer)

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