Digitaz?

21. August 2009

Ich ertappe mich dabei, das ich in letzter Zeit öfter auf www.taz.de in die aktuelle Ausgabe schaue, die man auch online lesen kann. Aber irgendwie fehlt was. Sind die wenigen Bilder und das Layout tatsächlich so relevant für den Lese-Eindruck? Wahrscheinlich schon. Am meisten vermisse ich die Übersicht. Mit einem Blick erfassen, welche Artikel auf einer Seite angeboten werden, um dann zu entscheiden, ob und welchen man liest.

Eine Tageszeitung kommt überhaupt nicht in Frage. Die örtlichen bekomme ich beim Zahnarzt regelmäßig im Wartezimmer zu sehen. Das ist einfach nur unsäglich, was da geboten wird. Will ich mir nicht antun. Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Süddeutsche im Abo, dann aber gemerkt, das ich nur wenig davon gelesen habe, an manchen Tagen gar nichts.

Die taz hat ein digitales Abo, genannt “Digitaz”. Man bekommt die aktuelle Ausgabe entweder per EMail oder kann sie runterladen. Es gibt verschiedene Formate.  HTML ähnelt im Aussehen sehr der Webseite. PDF, wo man das Original-Layout hat inklusive der Bilder. Ist allerdings zum Lesen nicht optimal, da man viel hin und her scrollen muss. Das EPub-Format, ein quasi-Standard für eBook-Lesegeräte, ist ein Mix aus beiden. Jede Zeitungsseite ist in schwarz-weiss im Original-Layout abgebildet, danach kommen die einzelnen Artikel als reiner  Text. 

Die preisliche Hürde ist relativ niedrig, kostet 10€ im Monat. Aber lohnt das, wenn ich jetzt schon weiss, das ich nicht jeden Tag intensiv darin lese? Ich probiere es einfach mal. Man kann es ja monatlich wieder kündigen.

Nachtrag: Hab es gerade bestellt. In der Bestätigungsmail steht:

Die Bestellung des digitalen Abonnements ist erfolgreich
bestätigt. In den nächsten Tagen bekommen Sie die Zugangsdaten.

Freundliche Grüße – das digi-abo-team.

Das glaub ich jetzt nicht. “Ich den nächsten Tagen” Ich erwarte, das sowas innerhalb eines Tages geht.

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