Zeitung Lesen

18. November 2009

Eine Zeitung zu lesen, ist antiquiert, gestrig. Mit dem Internet aufgewachsen, braucht die “Generation C64” keine klassische Zeitung mehr, hört man regelmäßig. Seit zwei Jahren lese ich Die Zeit. Doch in den letzten beiden Wochen habe ich sie nach einem Blick auf den Titel, einfach ungelesen auf dem Frühstückstisch liegen lassen. Eben fällt der Blick auf den Stapel und ertappe mich bei dem Gedanken, das Abo zu kündigen. Stattdessen fange ich an, in der Ausgabe der letzten Woche zu blättern. Ein Artikel über den Rassisten, der in Dresden eine Frau umgebracht hat. Ein Kommentar zu Westerwelles Start als Außenminister (“20000 Flugkilometer, ohne ein Fettnapf zu treffen”). Ein Kündigungsschreiben eines amerikanischen Armee-Diplomaten, der nicht mehr versteht, was die USA in Afghanistan tun. Das Dossier “Ein Land verlernt das Lesen” über die Unlust der Deutschen zu lesen, muss ich leider auf heute abend verschieben.

Morgen schaue ich wieder gleich rein, und lasse sie nicht liegen, auch wenn der Titel langweilt 🙂

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