FAZ App fürs iPad

3. Mai 2011

Seit ein paar Tagen habe ich die app der FAZ auf meinem iPad. Zeit für ein kurzes Resümee.

Nach dem Start der App sieht man waagerecht nebeneinander angeordnet die zur Verfügung stehenden Ausgaben der Zeitung. Jeweils die obere Hälfte der Titelseite wird als kleines Bild dargestellt. Es gibt keinerlei Informationen zum Inhalt der Ausgabe. Da die ersten 14 Tage kostenlos sind, kein grosses Problem, später kauft man aber ohne zu wissen, was drinsteht.

Fast regelmäßig gibt es abends, wenn die neue Ausgabe verfügbar ist und morgens zur Frühstückszeit beim Start der App Fehlermeldungen, weil offensichtlich der Server überlastet ist und keine Verbindungen mehr annimmt. Die aktuelle Ausgabe zu bekommen ist damit ein Glücksspiel.

Die Zeitung selber wird in ihrem Original-Layout dargestellt, ist also nicht ohne zoomen lesbar. Zusätzlich gibt es eine reine Textansicht, deren Vorhandensein aber nirgendwo erläutert wird. Am linken Rand sind zur Navigation einige Symbole dargestellt. Deren Zweck erschliesst sich aber nicht. Eine Hilfe gibt es nicht. Da ist ausprobieren angesagt.

Das Inhaltsverzeichnis ist eine einfache Darstellung der einzelnen Zeitungsseiten mit kleinen Vorschaubildern. Es gibt zusätzlich eine Seitenwahl, der Form „1. Seite Politik“.

Interaktive Möglichkeiten, z.B. zum Kommentieren vom Artikeln oder Empfehlungen an Freunde via Email, Facebook, Twitter o.ä. gibt es gar nicht. Ein Support-Kontakt fehlt auch komplett.

Fazit: Uninspiriert, schlechte Bedienung, nur ein weiterer, etwas aufgemotzter PDF-Reader. Schade.

Harmonie

8. August 2009

Auf meinem Wohnzimmertisch liegen üblicherweise drei bis vier Fernbedienungen. Windows Mediacenter PC, Fernseher, Receiver, DVD Player. Wenn ich Fernsehen will, geht das so:

  1. Mediacenter mit der zugehörigen Fernbedienung einschalten.
  2. Mit der Receiver-Fernbedienung Fernseher einschalten. Das geht mit der eigentlichen Fernbedienung nicht, da dort der Knopf zum Einschalten kaputt ist.
  3. Mit der Receiver-Fernbedienung selbigen einschalten. Richtigen Audio-Eingang auswählen.
  4. Mit der TV-Fernbedienung den richtigen Eingang einstellen, damit das Bild vom PC angezeigt wird.
  5. Danach reicht die Mediacenter Fernbedienung.

Nicht schön, aber man gewöhnt sich dran. Gestern fiel mir dann auf, wie abgegriffen die Fernbedienungen sind und wie mühsam das Jonglieren mit drei verschiedenen Geräten doch ist. Ersatz muss her. Nach etwas Forschunggooglen bin ich bei Logitech gelandet, die eine Reihe, via PC programmierbare, Universal-Fernbedienungen anbieten. Logitech pflegt eine Datenbank mit Einstellungen für tausende von Geräten. Auf der Webseite lässt sich prüfen, ob die eigenen Geräte unterstützt sind. Das ist der Fall. Zusätzlich kann man sogenannte Aktivitäten programmieren, wie z.B. “DVD anschauen” oder “Fernsehen”. Damit schaltet die Fernbedienung mit einem Knopfdruck alle Geräte passend ein. Klingt alles zu schön um wahr zu sein.

Aber Versuch macht klug, hab gestern noch bei amazon die Logitech Harmony 785 bestellt und mir die Express-Lieferung für 5 Euro extra gegönnt. Gesamtpreis rund 110 Euro. Ziemlich happig für eine Fernbedienung. Aber wenn sie hält, was Logitech verspricht, dann soll es mir das wert sein..

Um kurz nach 8 klingelte es, DHL Express mit dem Amazon-Paket. Auspacken und eine dreiviertel Stunde später ist die Software installiert und die Fernbedienung eingerichtet. Die Software ist als Assistent aufgebaut, der nacheinander Fragen stellt. Nicht nur Hersteller und Typ der fernzusteuernden Geräte wird abgefragt, sondern z.B. auch, mit welchem Gerät man die Lautstärke einstellt oder ob der Fernseher einen Scart-Eingang besitzt, der den Eingang automatisch umstellt. Man braucht eine Internet-Verbindung, damit die Software auf die Logitech-Gerätedatenbank zugreifen kann.

Ergebnis: Schon beim ersten Versuch ein nahezu perfektes Ergebnis. Ein paar kleine Korrekturen waren nötig, bis es rund lief, was weniger an der Fernbedienung lag, als an meinen Eingaben beim Einrichten. Fernsehen geht jetzt so:

  1. Harmony 785 in die Hand nehmen, Taste “Fernsehen” drücken.

Mediacenter, Fernsteher und Receiver werden eingeschaltet und passend eingestellt.

Die Fernbedienung ist beleuchtet und hat einen Lagesensor, mit dem sie sich einschaltet, wenn man sie in die Hand nimmt. Strom bekommt sie über einen austauschbaren Akku. Wenn sie nicht gebraucht wird, deponiert man sie in einer flachen Schale, die gleichzeitig Ladestation ist.

Fazit: Die Harmony 785 ist nicht gerade billig, sieht schick aus, ist mit der mitgelieferten PC-Software sehr einfach anzupassen, funktioniert perfekt, und ist jeden Cent wert. Das Jonglieren mit einzelnen Fernbedienungen hat tatsächlich ein Ende.

Ribbon oder nicht Ribbon

6. August 2009

Seit Microsoft Office 2007 verkauft, hat OpenOffice ein Problem. Die Office-Benutzerführung mit dem “Ribbon” genannten Toolbars und vielen anderen nützlichen Details ist ein Quantensprung. Ich war gestern mal gezwungen mit der aktuellen OpenOffice-Version zu arbeiten. Da merkt man erst, wie weit sich Microsoft Offices Benutzbarkeit weiterentwickelt hat. Ich will nicht mehr zurück.

Bei OpenOffice scheint es auch Überlegungen in die Richtung zu geben. Allerdings gibt es Kritik an dem Prototyp, weil er zu sehr an Microsofts Ribbon erinnere. Ja, warum denn nicht. Die jahrelange Entwicklung mit Prototypen, Benutzbarkeitsstudien, Tests, Nutzungsdaten aus älteren Office-Versionen haben zu einer deutlich besser benutzbaren Oberfläche geführt. OpenOffice hat weder die Daten, noch Zeit und Geld ähnliches zu tun. Da ist es doch nur sinnvoll, gute Ideen zu kopieren und zu verbessern. Und wenn das dann dem Ribbon sehr ähnlich wird,  ist das kein Nachteil.

Mit einem Interface, was wie die vorletzte Office-Version aussieht, kann OpenOffice nicht konkurrenzfähig sein. Da hilft es auch nicht, wenn es nichts kostet.

File in use

28. Juni 2009

Das ist nett. Anstatt, wie in älteren Windows-Versionen nur zu sagen, das eine Datei in Benutzung ist, sagt Windows 7 auch, wer den Finger drauf hat:

image

Praktisch. Da braucht man nicht mehr umständlich mit dem Process-Explorer nachschauen, wer der Übeltäter ist.