Rette deine Freiheit

14. September 2009

Vorsicht Ironie:

www.rettedeinefreiheit.de

Differenziert

9. September 2009

In seltenen Fällen findet man in der Presse noch Qualität. Die Stuttgarter Zeitung schreibt über “den Fall” Jörg Tauss aus Sicht seiner Frau. Hier wird mal ausnahmsweise nicht sensationsheischend die billige Schlagzeile geliefert, sondern differenziert ohne Wertung berichtet.

Freier DNS

25. Juli 2009

Seit ein paar Monaten habe ich in meiner Fritzbox freie DNS-Server konfiguriert, und zwar den vom foebud e.V. und einen der German Privacy Foundation. Warum? Das nun bald in Kraft tretende sog. Zugangserschwerungsgesetz birgt die große Gefahr als unbescholtener Internet-Nutzer in den Verdacht zu geraten Missbrauchsbilder von Kindern abgerufen zu haben, ohne das man das willentlich tut. Udo Vetter zeigt hier schön, wie schnell sowas passieren kann. In seinem Beispiel ist es ein Kurz-URL Link auf eine nachgemachte Stopp-Seite. Man kann einem Hyperlink prinzipiell nicht ansehen, auf welchen Inhalt er verlinkt. Tipp: Unbedingt die Kommentare zu dem Blogeintrag lesen, insbesondere auch Nr. 137.

Wenn man nur einen Rechner hat, reicht die Änderung des DNS-Servers in der Netzwerkkonfiguration, wie z.B. hier erklärt. Wenn z.B. hinter seiner Fritz Box mehrere Rechner betreibt, macht das entweder bei allen oder stellt in der Fritz Box die DNS-Adressen ein. Das ist z.B. hier beschrieben.

Ich habe in den über 15 Jahren, die ich im Internet unterwegs bin, nie ein Kinder-Missbrauchsbild zu Gesicht bekommen. Aber die Risiken wegen des neuen Gesetzes unfreiwillig auf die Stoppseite gelenkt zu werden und dann einen unappetitlichen Rechtsstreit am Bein zu haben, ist mir zu groß. Deshalb die freien DNS-Server, solange mein ISP nicht auch das blockiert.

Wieder mal eine warnende Stimme, die die ausufernde Videoüberwachung kritisiert. Sie wird leider, wie viele vor ihm, ungehört verhallen.

Die Frau ist ja sowas von ahnungslos. Da sagt unsere Familienministerin in einem Radiointerview:

Das oberste Ziel muss sein, die Täter zu stellen. Das ist Polizeiarbeit. Und das zweite entscheidende Ziel muss sein, die Quelle zu löschen auf dem Server, wo sie sind. Aber da stößt man Grenzen, wenn der Server z.B in Indien steht. Ein Land, das keinerlei Ächtung von Kinderpornografie hat. Da können sie nicht mehr löschen.

Udo Vetter weisst darauf hin, das Indien sehr strenge Gesetze hat und Pornographie jeder Art verboten ist. Wieso rege ich mich eigentlich immer noch über die Frau auf? Inzwischen muss man einfach davon ausgehen, das alles, was sie sagt, gelogen ist oder statt auf Fakten auf ihrem Wunschdenken basiert. Ob sie es tatsächlich nicht besser weiss, oder macht die das bewusst? Nach dem Motto: “Das dumme Wahlvolk wird es schon nicht merken”.

Markus Beckedahl hat übrigens heute sehr treffend, auf dem gleichen Sender, geantwortet.

Unerträglich

3. Juli 2009

Man stelle sich mal vor. Da zwingt die CDU zwingt den Veranstalter einer LAN-Party, diese abzusagen, weil sog. “Killerspiele” gespielt werden. Alle Teilnehmer dieser Party wären volljährig gewesen. Details bei heise. Passt aber leider ins Bild. Vorratsdatenspeicherung, Biometrie-Pässe, Onlinedurchsuchung, die Liste ist lang. Eine Partei, die die Rechte von erwachsenen Bürgern dermaßen mit Füssen tritt, ist absolut unwählbar. Ach so, Minderjährige mit echten Waffen schießen zu lassen, ist natürlich kein Problem. Der örtliche Schützenverein darf sein “Jugendturnier” im August natürlich durchführen. Wie perfide.

Für mich steht die CDU für Bevormundung, Einschränkung von Bürgerrechten und Vorreiter auf dem Weg in einen Überwachungs- und Präventionsstaat.

Verbannung

28. Juni 2009

Es gibt in Bayern gesetzte, die erlauben, jemanden auf unbestimmte Zeit zu isolieren, seine Bewegungsfreiheit einzuschränken und ihn zu überwachen, ohne das er angeklagt und verurteilt wurde. Die Süddeutsche schreibt hier über den Fall eines Tunesiers, der in Deutschland Asyl “genießt”, den man verdächtigt, Terroristen unterstützt zu haben. Man hat Vermutungen, aber nichts, was für eine Anklage reicht. Er soll ausgewiesen werden, was aber nicht geht, da ihm in seinem Heimatland Folter droht.

“Für C. bedeutet das: Die Polizei nimmt ihn im Mai 2005 in Regensburg fest und fährt ihn nach Hauzenberg. Er darf weder Handy benutzen noch Internet oder öffentliche Telefone. Er darf den Ort nur mit Erlaubnis verlassen. Er muss jeden Morgen auf der Polizeiwache unterschreiben.”

Da wird ein Mann, dem man nichts nachweisen kann, in der bayrischen Pampa isoliert und festgesetzt. Getrennt von Frau und Kindern. Das man da Depressionen bekommt, überrascht da nicht wirklich. Die bayerische Regierung aber ist erbarmungslos, auch Lappalien werden gnadenlos geahndet:

“Als es ihm wieder einmal schlechter geht, überweist ihn die Psychotherapeutin sofort in die Mainkofener Psychiatrie. Es ist Freitagmittag, C. erreicht die Regierung nicht, um die Erlaubnis einzuholen. Er hinterlässt eine Nachricht und fährt ins Klinikum. Bald besucht ihn dort die Polizei, es gibt ein Bußgeldverfahren, weil C. gegen die Auflage verstoßen hat.”

Die Isolation will man immer noch nicht beenden, aus rein prinzipiellen Erwägungen:

“Der Staat ist selbst im Käfig. »Weil man C. anfangs zum Exempel erklärte«, sagt ein Beamter, »kann man sich jetzt keine Blöße geben.«”

So darf man Menschen nicht behandeln.