Letztens sind im Jemen zwei Frauen umgebracht worden. Nun wehrt sich Günter Nooke (CDU), Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung dagegen, das den Frauen in der aktuell in den Medien geführten Diskussion vorgeworfen wird, sie hätten missioniert und seien deshalb selber schuld. Natürlich darf und muss man den Frauen genau das vorwerfen. Auch wenn es ein allgemeingültiges Menschrecht ist, an Götter, Spaghetti Monster, die Zahnfee oder andere übernatürliche Wesen zu glauben, und es richtig ist, das niemand deswegen Nachteile erleiden darf, ist es doch Fakt, das nicht alle Menschen so tolerant sind. Ich will das nicht verharmlosen, wer zwei Leute umbringt, begeht ein schweres Verbrechen und gehört verurteilt und eingesperrt. Wenn man aber leichtfertig in ein Land reist, in dem Gewalt an Touristen nicht selten ist, und in dem Toleranz gegenüber Andersgläubigen nicht sehr verbreitet ist, dann darf man nicht die Schuld komplett auf andere schieben.

Es gibt einen alten Spruch, der man hin und wieder in Fahrschulen zu hören bekommt: “Und auf seinem Grabstein stand: Er hatte Vorfahrt”.