Freier DNS

25. Juli 2009

Seit ein paar Monaten habe ich in meiner Fritzbox freie DNS-Server konfiguriert, und zwar den vom foebud e.V. und einen der German Privacy Foundation. Warum? Das nun bald in Kraft tretende sog. Zugangserschwerungsgesetz birgt die große Gefahr als unbescholtener Internet-Nutzer in den Verdacht zu geraten Missbrauchsbilder von Kindern abgerufen zu haben, ohne das man das willentlich tut. Udo Vetter zeigt hier schön, wie schnell sowas passieren kann. In seinem Beispiel ist es ein Kurz-URL Link auf eine nachgemachte Stopp-Seite. Man kann einem Hyperlink prinzipiell nicht ansehen, auf welchen Inhalt er verlinkt. Tipp: Unbedingt die Kommentare zu dem Blogeintrag lesen, insbesondere auch Nr. 137.

Wenn man nur einen Rechner hat, reicht die Änderung des DNS-Servers in der Netzwerkkonfiguration, wie z.B. hier erklärt. Wenn z.B. hinter seiner Fritz Box mehrere Rechner betreibt, macht das entweder bei allen oder stellt in der Fritz Box die DNS-Adressen ein. Das ist z.B. hier beschrieben.

Ich habe in den über 15 Jahren, die ich im Internet unterwegs bin, nie ein Kinder-Missbrauchsbild zu Gesicht bekommen. Aber die Risiken wegen des neuen Gesetzes unfreiwillig auf die Stoppseite gelenkt zu werden und dann einen unappetitlichen Rechtsstreit am Bein zu haben, ist mir zu groß. Deshalb die freien DNS-Server, solange mein ISP nicht auch das blockiert.

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